Welche Informationen benötige ich für eine Preiskalkulation?

  
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Welche Informationen benötige ich für eine Preiskalkulation?
 
Manchmal sieht es in der Hotellerie so aus, als orientierte sich die Preiskalkulation nur noch an einem Faktor: Was macht der Wettbewerber. Ansonsten wäre es wohl nicht zu erklären, wie ein und dasselbe Zimmer mal für 49,00 € und einen Tag später für 349,00 € angeboten wird.  Wichtig ist, dass auch eine Preisstrategie, die sich an der Nachfrage orientiert als Basis eine gesunde Preiskalkulation hat.
 
Die Kalkulation eines Preises setzt voraus, dass der Anbieter alle in seinem Betrieb angefallenen Kosten kennt. Diese sind im Wesentlichen:

  • die an die Mitarbeiter gezahlten Löhne und Gehälter (Arbeitskosten),
  • den Wert der verbrauchten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Materialkosten), 
  • die über die jeweiligen Nutzungsdauern verteilten Anschaffungskosten von Gebäuden, Maschinen, Fahrzeugen o.ä. (Abschreibungskosten),
  • die an Dritte gezahlten Nutzungsentgelte für Immaterialgüterrechte wie Lizenzen und entgeltlich überlassene Gebrauchsgüter (Nutzungskosten),
  • die an Dritte gezahlten Entgelte für die Inanspruchnahme von Handels-, Transport-, Lager-, Versicherungsleistungen etc. (Dienstleistungskosten),
  • die an Dritte gezahlten Kreditzinsen (Zinskosten),
  • die an den Fiskus gezahlten Aufwands- bzw. Kostensteuern und Abgaben.
Für eine nachfrageorientierte Preiskalkulation muß zumindest die absolute Preisuntergrenze bekannt sein. Das ist der Preis, der die variablen Kosten (Reinigung, Strom, Wasser, Materialkosten, Provisionen) deckt und unter dem auf keinen Fall ein Zimmer verkauft werden sollte.

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